Ursachen, Auslöser und Behandlung im Diskurs mit Dr. Jahn-Bassler


Es folgten wieder viele Betroffene und deren Angehörige unserem Aufruf und haben bei dieser in Österreich einzigartigen Veranstaltung teilgenommen. Dabei hat sich einmal mehr bestätigt, dass das Miteinanderreden ungemein helfen kann, besser mit der Gesamtsituation klar zu kommen. Die Teilnehmer haben ganz offen über ihre persönlichen Probleme gesprochen und sich gegenseitig Mut gemacht.

Neben dem Austausch vieler hilfreicher Tipps untereinander war als besonderer Gast die Dermatologin Frau Dr. Karin Jahn-Bassler vom Wilhelminen Spital in Wien mit dabei. Sie hielt einen Vortrag zum Thema Ursachen, Auslöser und Behandlung von Acne inversa. Im Anschluss nahm sich die Hautärztin viel Zeit für die Beantwortung der individuellen Fragen der Acne inversa-Betroffenen und einiger Angehörigen.

Frau Dr. Jahn-Bassler erklärt: „Acne inversa ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, welche nicht heilbar ist. Wie bei vielen anderen Erkrankungen, gilt auch bei Acne inversa: Je früher ein Patient mit der Therapie beginnt, desto besser kann er Acne inversa langfristig in den Griff bekommen. Lassen Sie sich von Fachärzten, die sich mit Acne inversa auskennen, beraten! Es gibt mittlerweile Medikamente, die dir helfen und dir das Leben erleichtern können.“ Holen Sie sich jene professionelle Hilfe, die Ihnen zusteht!

Fehlende Compliance

An erster Stelle einer Behandlung steht die sogenannte Compliance, also das kooperative Verhalten („Therapietreue“) des Patienten im Rahmen der Therapie. „Leider fehlt bei vielen Patienten die aktive Selbstverantwortung ihrer Erkrankung. Dabei ist gerade bei chronischen Hauterkrankungen die korrekte Einnahme der empfohlenen Medikation für eine langfristige Linderung der Beschwerden von großer Wichtigkeit. Der Patient soll motiviert sein, die Verordnungen und Empfehlungen des behandelnden Arztes wirklich in seinen Lebensalltag zu integrieren. Das kann aber nur funktionieren, wenn gemeinsam (Arzt mit dem Patienten) daran gearbeitet wird. Die Aktivität des Patienten ist dabei absolute Voraussetzung für eine langfristige Linderung der Beschwerden,“ betont Frau Dr. Jahn-Bassler.

Die Lebensqualität ist durch Acne inversa beeinträchtigt

Neben Schmerzen und Bewegungseinschränkung können oftmals psychosomatische Beschwerden auftreten. „Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit durch die Erkrankung selbst sowie Folgeerkrankungen machen den Betroffenen zu schaffen. Viele Patienten fürchten sich vor belastenden Operationen, langen Krankenständen, Arbeitslosigkeit und den daraus resultierenden finanziellen Problemen für sich und die ganze Familie. Diese psychische Belastung verursacht Stress im Körper und kann damit die Entzündung weiter steigern. Sobald die richtige Diagnose gestellt ist, kann durchaus auch eine psychische Behandlung ins Auge gefasst werden“, so die Dermatologin abschließend.

Es geht weiter!

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