Über das Loslassen alter Muster und neues Vertrauen in sich selbst

Ein Rückblick auf die 6. Acne inversa Gesprächsrunde in Wien


Die 6. Gesprächsrunde am 19. Mai 2017 stand ganz unter dem Motto „Grenzen überwinden und neuen Mut schöpfen". Schon als kleines Kind von einer schweren Hauterkrankung betroffen, erzählte Motivationstrainer Dipl.-FW Alexander Egger, MTD, seine bewegende Geschichte und sprach offen über seine Gefühls- und Gedankenwelt in dieser ohnehin herausfordernden Zeit des Heranwachsens.

Mit eingezogenem Kopf und Schultern durchs Leben gehen, damit man nicht gesehen wird, gehörte zu Alexanders Alltag genauso wie der angstvolle Blick in den Spiegel. Alexander war nicht nur mit starken körperlichen Schmerzen konfrontiert, sondern spürte auch die Ablehnung in seinem Umfeld aufgrund des „anders Aussehens“. Ohne Freunde, ohne Freundin fühlte sich Alexander von seiner sozialen Umgebung ausgegrenzt. „Es war so viel Enttäuschung, Verzweiflung und Wut in mir“, sprach Alexander offen aus. „Doch auch wer zwanzig Jahre scheitert, muss nicht aufgeben“, ermutigt Alexander sich den „Lebensbergen“ zu stellen, egal wie groß und bedrohlich sie erscheinen.

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Doch wie entkommt man dieser Negativspirale?

Was Alexander geholfen hat, verriet er in seinem inspirierenden Vortrag. „Sich zu erkennen“ ist dabei die Basis, um neue Blickwinkel zu gewinnen und neues Vertrauen zu schöpfen. Das erfordert, dass man sich mit der Erkrankung und sich selbst auseinandersetzt. „Keine leichte Übung, doch nur wenn man in sich hört, kann man über sich lernen,“ so Alexander. Er spornt an, Gewohnheiten und Gedankenmuster zu überdenken und alte Muster, die behindern, loszulassen. Als Beispiel aus seinem Leben nennt er das Selbstmitleid, das ihn viele Jahre blockierte. Um positive Energie zu gewinnen, ist es wichtig, sich von positiven Dingen und Menschen zu umgeben, die einen nach vorne bringen und ein gutes Gefühl vermitteln. Hingegen sollte man den Kontakt zu Dingen und Menschen, die einen bloß belasten, überdenken. Sein Credo: „Grenzen ziehen und Verständnis vom Umfeld einfordern hilft ungemein, seine emotionale Gefühlswelt in den Griff zu bekommen.“ Wichtig ist auch, Unterstützung dankbar anzunehmen: „Wenn dir jemand eine Freude bereitet, nimm es an, du bist es dir wert“, spornt Alexander an.

Auf den Kalenderspruch „Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter“ gibt Alexander sehr viel. Denn zu oft versperrt uns der Blick in die Zukunft auf das was jetzt wichtig ist und zählt. Alexander ermutigt deshalb jeden Tag neu zu beginnen.

Acne inversa Gesprächsnachmittag

Menschen, die von einer schmerzhaften Hauterkrankung wie der Acne inversa betroffen sind, fühlen sich manchmal allein gelassen. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, neue Bekanntschaften zu schließen und neue Perspektiven zu gewinnen. Aus diesem Grund wurden die Acne inversa Gesprächsrunden ins Leben gerufen, die in regelmäßigen Abständen mit Experten aus verschiedenen Bereichen (z.B. Medizin, Psychologie, Rechtsberatung) stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos.

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